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Heute ist die eigentliche Nordschleifenrunde
20,832 Kilometer lang, hat offiziell 73 Kurven (je nach Zählweise
sind es eher 100) und weist Steigungen von bis zu 18 % (Anstieg zwischen
Caracciola-Karussell und Hohe Acht) und bis zu 11 % Gefälle (Fuchsröhre)
auf.
Hier nicht berücksichtigt ist der ehemalige Streckenabschnitt Steilstrecke
mit 27 % Steigung, der zwar noch existiert, jedoch seit Jahren nicht mehr
benutzt wurde.
Die höchsten Punkte sind bei der Tribüne T13 (km 0) in Nürburg
und im Streckenabschnitt Hohe Acht, der niedrigste Punkt in Breidscheid. |
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Die Nordschleife ist der legendäre
Teil der Rennstrecke Nürburgring in der Eifel.
Volkstümlich „Der Ring“ oder respektvoll „Die grüne
Hölle“ (diesen Namen verdankt sie Jackie Stewart) genannt,
gehört sie heute neben der modernen Grand Prix-Strecke und weiteren
Motorsportanlagen und Freizeiteinrichtungen der Nürburgring GmbH
mit den Hauptgesellschaftern Rheinland-Pfalz und Landkreis Ahrweiler. |
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Die schnellsten Rundenzeiten bzw. aufgrund
der unterschiedlichen Streckenvarianten die
höchsten Durchschnittsgeschwindigkeiten fanden immer wieder Beachtung.
Fahrer wie Niki Lauda, Clay Regazzoni, Stefan Bellof und Helmut Dähne
haben hier Bestmarken gesetzt, die aufgrund von Umbauarbeiten oder nicht
mehr zugelassener Rennfahrzeug-Kategorien nie mehr unterboten werden können. |
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| Geschichte |
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Bereits in den 1930er Jahren wurden publikumswirksame
Rekorde aufgestellt und gebrochen. Insbesondere die symbolträchtige
Unterbietung von vollen Minuten, die zuvor als unerreichbare „Mauern“
galten, brachte den Fahrern Ruhm und Ehre ein.
So bewältigte Bernd Rosemeyer auf Auto Union 1936 als erster die
22,810 Kilometer unter 10 Minuten. Hermann Lang setzte 1939 auf einem
Mercedes „Silberpfeil“ mit 9:43,1 eine Marke, die trotz Umbauten
der Strecke erst 1954 Juan Manuel Fangio verbessern konnte.
Die 9 Minuten wurden erstmals 1961 von Wolfgang Graf Berghe von Trips
unterboten. Bei den Tourenwagen fuhr erstmals Hubert Hahne, im Eifer des
Gefechts gegen Konkurrenz von Alfa Romeo, 1966 mit einem BMW 2000 Ti unter
10 Minuten oder im Schnitt schneller als 137 km/h, was BMW werbewirksam
nutzte.
Die neue Brems-Schikane Hohenrain verlängerte die Nordschleife 1967
auf 22,835 Kilometer. Jim Clark verfehlte beim verregneten Großen Preis von
Deutschland 1968 noch die „8-Minuten-Mauer“. Durch die neuen
Heckflügel war jedoch absehbar, dass 1969 die meisten Piloten die
Marke „knacken“ würden. Jacky Ickx fuhr die schnellste
Runde in 7:45,9 Minuten und gewann das Rennen mit einem Durchschnitt von
174,4 km/h.
Durch Umbauarbeiten 1970/71 wurde die Nordschleife sicherer, aber auch
deutlich schneller, ebenso wie die nun über Slicks und bessere Aerodynamik
verfügenden Rennfahrzeuge. Die 7-Minuten-Marke rückte bald in
greifbare Nähe, aber nur Niki Lauda auf Ferrari gelang es im Training
1975 als erstem und einzigem, diese mit 6:58,4 Minuten zu unterbieten.
Den absoluten Rundenrekord, der nur in einem Rennen aufgestellt werden
kann, erzielte sein Teamkollege Clay Regazzoni mit 7:06,4 Minuten oder
einem Schnitt von 192,8 km/h auf der engen und unebenen Rennstrecke.
Im darauffolgenden Jahr bremsten kleine Regeländerungen die Formel
1 ein, die nach 1976 nicht mehr zur Nordschleife zurückkehrte. Andere
Rennkategorien wie Sportwagen, Tourenwagen und Formel 2 fuhren noch bis
1982 auf der ursprünglichen 22,835 Kilometer langen Nordschleife,
und Fahrer wie Klaus Ludwig, Manfred Winkelhock und Klaus Niedzwiedz kamen
dem Rundenrekord trotz ganz anderer Fahrzeuge sehr nahe, konnten diesen
aber nicht brechen.
Stefan Bellof näherte sich dem Rekord bei seinem ersten Nordschleifen-Einsatz
auf einem Formel 2 mit BMW-Motor nach 7:06,51 Minuten in der zweiten Rennrunde
des Eifelrennens, schied aber danach aus. |
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| Umbau |
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Während der Umbauarbeiten wurde
die Nordschleife 1983 auf die heutigen 20,832 Kilometer verkürzt,
dabei entfielen die beiden langen Geraden im Start-/Zielbereich und die
Südkehre. Mit einer engen Rechtskurve nach der Hohenrain-Schikane
wurde nun direkt auf die kurze Gerade Richtung Hatzenbach nach der früheren
Nordkurve eingebogen. Eine dort aufgebaute Boxenanlage ermöglichte
weiterhin die Durchführung von Rennen.
Der Vergleich mit früheren, nunmehr „ewigen“ Rundenrekorden
kann fortan nur noch grob über die Durchschnittsgeschwindigkeiten
gezogen werden, oder durch den Vergleich von ähnlichen Fahrer-/Fahrzeug-Kombinationen
vor und nach dem Umbau. So brauchte etwa Tom Walkinshaw auf Jaguar XJS
beim Großen Preis der Tourenwagen 1982 noch knapp über 9 Minuten,
während nach dem Umbau die 8 Minuten zumindest im Training mit 7:56
Minuten unterboten wurden. Der Schnitt stieg dabei von 151 auf 155 km/h,
was teils durch den Umbau bedingt sein mag, teils durch technischen Fortschritt.
Am 28. Mai 1983 fuhr Stefan Bellof im Werks-Porsche 956 C die einzige
Nordschleifen-Runde mit einem Schnitt von über 200 km/h, genau genommen
sogar über 202 km/h bzw. in 6:11,13 Minuten. Teamkollege Jochen Mass
war mit 6:16,85 Minuten über vier Sekunden langsamer und blieb knapp
unter der 200er-Marke. Ein offizieller Rundenrekord kann jedoch nur im
Rennen aufgestellt werden. Hier erzielte Bellof am 29. Mai 1983 eine Zeit
von 6:25,91 Minuten bevor sein Wagen am Pflanzgarten Unterluft bekam und
sich überschlug.
Damit lag er über dem 1975er Rekord-Schnitt von Clay Regazzoni im
Formel 1, den auch Christian Danner im Eifelrennen der Formel 2 mit 6:28,03
übertreffen konnte.
Nach der Eröffnung der GP-Strecke 1984 fuhren die Profi-Rennserien
nur noch dort. Die Nordschleife wurde jedoch weiterhin mit Veranstaltungen
für Amateure benutzt, insbesondere 24-Stunden-Rennen, VLN
und RCN. |
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| Ursprünglicher Streckenverlauf |
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Die ursprünglich 14,863 km lange
Strecke wurde 1921 eröffnet und bestand weitgehend aus sonst öffentlichen
Landstraßen im Dreieck zwischen den Ortschaften Francorchamps, Blanchimont
und Stavelot.
Zum ersten geplanten Autorennen erschien jedoch nur ein Teilnehmer, so
dass es abgesagt wurde und der Kurs stattdessen mit einem Motorradrennen
eröffnet wurde. Die später berühmt gewordene „Mutkurve“
Eau Rouge existierte damals noch nicht; bis 1939 war an dieser Stelle
eine Haarnadelkurve um eine alte Zollstation herum, die noch bis 1920
Teil der belgisch-preußischen Grenzanlagen gewesen war.
Sonst bestand die dreiecksförmig angelegte Strecke aus langen Geraden
und nur wenigen, aber meist sehr schnellen Kurven. Kurz vor Start und
Ziel mussten die Fahrer jedoch für die enge Haarnadelkurve La Source
hart abbremsen. Nicht nur die schnelle Streckenführung und die schlechte
Absicherung – Laternen, Straßenschilder, Bäume und Gebäude
standen ungesichert nahe an der Strecke, Gullydeckel in der Fahrbahn sorgten
für überraschende Rutschpartien –, sondern auch das unberechenbare
Wetter machten Spa-Francorchamps lebensgefährlich.
Durch die Streckenlänge war es möglich, dass es bei Start und
Ziel trocken war, während es einige Kilometer weiter in Strömen
regnete, so dass die Rennwagen wie beim Formel 1 Grand-Prix 1966 mit hoher
Geschwindigkeit in einen nassen Streckenabschnitt einfuhren. Das erste
Autorennen fand 1922 statt, das erste 24-Stunden-Rennen 1924. |
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| Umbaumaßnahmen |
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1983 wurde Spa nach langwierigen Umbaumaßnahmen
wieder an Stelle des Kurses in Zolder in den Kalender aufgenommen. Die
Strecke war schon 1979 auf etwa die Hälfte verkürzt worden.
Der neue Streckenteil zweigt nach der Kemmel-Geraden ab und führt
nach der Stavelot-Kurve auf die alte Strecke zurück. Durch diesen
Umbau gelang es, die Sicherheit zu erhöhen und doch den ursprünglichen
Charakter teilweise zu erhalten.
Ab 2001 wurden die Teile der nun 6,976 km langen Strecke, die noch reguläre
Landstraßen waren, für den öffentlichen Verkehr gesperrt
und durch eine neue Umgehungsstraße ersetzt. Seither ist der Circuit
de Spa-Francorchamps eine permanente Rennstrecke.
Nach der Saison 2005 forderte die Formel-1-Administration (FOA) umfangreiche
Umbauarbeiten an der Strecke, vor allem im infrastrukturellen Bereich.
Anfang 2006 war mit den Bauarbeiten noch nicht begonnen worden, so dass
eine Fertigstellung zum geplanten Rennen nicht gewährleistet war
und der belgische Grand Prix gestrichen wurde. Unterdessen übernahm
die FAO unter Leitung des Formel-1-Promoters Bernie Ecclestone die Federführung
für die Umbauarbeiten und die Zukunft des Kurses und verpflichtete
sich vertraglich, ab 2007 für mindestens fünf Jahre jeweils
einen Formel-1-Grand-Prix in Spa-Francorchamps auszurichten. Damit wäre
der Verbleib im Saisonkalender bis 2012 gesichert.
Die mit rund 18 Millionen Euro veranschlagten Arbeiten begannen Mitte
November 2006 und wurden im Mai 2007 fertiggestellt. Unter anderem wurde
die Bus Stop-Schikane in eine enge Rechts-Links-Kombination umgewandelt,
die La Source-Haarnadelkurve modifiziert und mit einer größeren
Auslaufzone ergänzt sowie eine neue Boxenanlage samt Fahrerlager
gebaut.
Dazu kamen der Bau neuer Tribünen im Bereich der Start- und Zielgeraden,
bei La Source und Eau Rouge mit einer Erweiterung der Zuschauerkapazität
von 70.000 auf 84.000. Die Doppel-Linkskurve „Pouhon“ erhielt
einen ebeneren Belag und eine asphaltierte Auslaufzone.
Die aktuell 7,004 km lange Strecke wurde für die Formel-1-Saisons
2007 (16. September) und 2008 (7. September) wieder in den Kalender aufgenommen.
Ebenfalls 2008 wurde die Kurve Nr. 15 (ehemals Stavelot) nach dem belgischen
Rennfahrer Paul Frère benannt. |
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Ein Kuriosum von Spa sind zwei Startvarianten
und Boxenanlagen. Während sich die Start und Ziellinie für die
Formel 1 vor La Source befindet, werden andere Rennen noch auf der Bergab-Geraden
vor Eau Rouge gestartet. Dort befindet sich auch noch die alte Boxenanlage.
Diese wird zum Teil bei großen Veranstaltungen – etwa an den
Formel-1-Wochenenden oder beim 24-Stunden-Rennen – zusätzlich
zu den neuen Boxen genutzt. Die Teams der Rahmenrennen werden üblicherweise in der alten Boxenanlage untergebracht
und auch der Rennstart dieser Fahrzeuge erfolgt auf der alten Start- und
Zielgeraden. |
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| Geschichte |
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Die ursprüngliche Strecke wurde
1932 innerhalb von nur drei Monaten als etwa 12 km langer Dreieckskurs
auf unbefestigten Waldwegen angelegt; unter anderem als Teststrecke für
Mercedes-Benz, aber auch als Rennstrecke, weil die seit den 1920er Jahren
genutzte Karlsruher Wildpark-Rennstrecke nach behördlichem Verbot
nicht mehr genutzt werden durfte (siehe auch Karlsruher Dreiecksrennen).
Die Planung für den Bau geht auf eine Idee des Hilfszeitnehmers Ernst
Christ und das Engagement des 1931 gegründeten Motorradfahrer Clubs
Hockenheim zurück.
Beim Eröffnungsrennen für Motorräder, am 29. Mai 1932,
wurden bereits 45.000 Zuschauer gezählt. 1938 wurde die ursprüngliche
Strecke auf 7,69 km verkürzt; der Kurs wurde bis 1947 in Kurpfalzring
umbenannt.
Die Strecke bestand im wesentlichen aus einer Spitzkehre in der Ortschaft
im Westen und einer Hochgeschwindigkeitsstrecke im Wald mit nur einem
großen Bogen, der Ostkurve. Start und Ziel waren auf der südlichen
Waldgeraden; etwa in Höhe der heutigen Mercedes-Tribüne. Im
Unterschied zu heute wurde der Kurs damals gegen den Uhrzeigersinn befahren.
Es wurden in erster Linie Motorradrennen ausgetragen,
WM-Läufe meist im Wechsel mit der Solitude in Stuttgart. |
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| Entwicklung seit den 1960ern |
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Durch den Bau der Bundesautobahn 6 in
den 1960er-Jahren wurde die Rennstrecke zerschnitten, die Spitzkehre in
Hockenheim fiel dadurch weg. Als neuer Westteil wurde 1964 bis 1965 das
sogenannte Motodrom gebaut, ein stadionartiger Abschnitt mit engen Kurven
und einer neuen Boxenanlage, das einen starken Kontrast zur schnellen
Strecke im Wald bildete. Die Gesamtlänge des am 22. Mai 1966 eröffneten
und nun im Uhrzeigersinn zu befahrenden Kurses betrug 6,789 km.
Durch die „Kurzanbindung“ oder „Querspange“ unmittelbar
hinter der Innentribüne entstand eine Streckenvariante von 2,638
km Länge. Dieser „kleine Kurs“ wird nicht für
Weltmeisterschaftsläufe der Formel 1, Motorrad-WM oder Superbike
genutzt, aber von vielen anderen Serien. Neben Publikumsfahrten finden
auf dem kleinen Kurs zudem viele Automobiltests statt. In Papenburg wurde
dazu sogar eine Kopie gebaut.
Am 7. April 1968 verunglückte der zweifache Formel-1-Weltmeister
Jim Clark bei einem Formel-2-Rennen mit seinem Lotus tödlich, als
er vermutlich nach einem Reifenschaden gegen einen Baum prallte. Daraufhin
wurde die Strecke mit Leitplanken eingefasst. Später kamen Bremsschikanen
hinzu, die nördliche in der Nähe von Clarks Unfallort wurde
nach ihm benannt. Das dort errichtete Denkmal wurde nach dem Umbau verlegt.
Der Formel-1-Zirkus machte 1970 erstmals Station in Hockenheim (Sieger
Jochen Rindt), weil die Fahrer den Nürburgring bzw. dessen Nordschleife
kurzfristig boykottiert hatten.
Da diese auch später nicht ausreichend sicher umgebaut werden konnte,
findet der vom AvD ausgerichtete Große Preis von Deutschland seit
1977 (Sieger Niki Lauda) in Nordbaden statt, mit Ausnahme von 1985, als
einmalig auf dem neueröffneten Nürburgring-GP-Kurs gefahren
wurde. Nach dem Unfall von Patrick Depailler wurde die schnelle Ostkurve
durch eine Schikane entschärft.
Im Jahre 1992 wurden die Schikanen des Kurses umgebaut, die Clark- sowie
die Senna-Schikane wurden etwas langsamer gestaltet. Die Ostkurven-Schikane
wurde grundlegend umgebaut, sie war jetzt rechst-links zu fahren und war
sowohl langsamer als auch weitläufiger. |
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| Umbau 2002 |
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Ab dem Februar 2002 wurde die Länge
der ehemaligen Hochgeschwindigkeitsstrecke
drastisch gekürzt, eine vergrößerte Südtribüne
und die neue Mercedes-Tribüne mit Blick zur Nordkehre gebaut. Durch
eine enge Kurvenkombination im nördlichen Bereich und eine Spitzkehre
nach der langen Parabolika sollten neue Überholmöglichkeiten
für die Formel-1-Wagen geschaffen werden. Außerdem sollte die
Rentabilität gesteigert werden, da nun durch die von 83.000 auf 120.000
vergrößerte Zuschauerkapazität mehr Eintrittskarten verkauft
werden konnten.
Durch die kürzeren Rundenzeiten sind die Werbeflächen der Sponsoren
bei TV-Übertragungen nun in kürzeren Abständen zu sehen.
Da das Land Baden-Württemberg sich beim Umbau finanziell beteiligte,
lautet der offizielle Name seit 2002 Hockenheimring Baden-Württemberg.
Die 70 Jahre alte ehemalige Waldstrecke wurde nach Protesten teilweise
wieder aufgeforstet.
Im Zuge dieses Umbaus wurde auch der kleine Kurs modifiziert; ausgangs
der Querspange entstand eine neue Schikane, die das Tempo vor dem Einbiegen
auf den großen Kurs stark reduziert und insgesamt die Rundenzeiten
je nach Fahrzeugklasse um bis zu 4 Sekunden verlängert. Diese Streckenvariante
ist mit 2,604 km etwas kürzer als die immer noch vorhandene schikanenfreie
Version.
Durch diese nach Betreiberangaben rund 62 Millionen Euro teuren Umbauten
verschuldete sich die Hockenheimring GmbH so sehr, dass der Kurs seither
um das finanzielle Überleben kämpft und auch aktuell (August
2007) noch einen Investor sucht. Das Erwirtschaften von Gewinnen erweist
sich nach wie vor als schwierig.
Im Frühjahr 2004 wurde auf rund 11 Hektar Fläche zwischen der
Querspange des kleinen Kurses und der Mercedes-Tribüne ein ADAC-Fahrsicherheitszentrum
(FSZ) eröffnet. Hier werden seither auf sechs Übungsmodulen
42 Trainingsprogramme für fast alle Arten von Kraftfahrzeugen angeboten.
2004 war die Veranstaltung LG Super Racing Weekend (SRW) auf dem Hockenheimring
zu Gast. Einmal jährlich finden die sogenannten Nitrolympics auf
dem Hockenheimring statt. Dafür existiert eine spezielle Gerade für
Beschleunigungsrennen mit einer Länge von einer Viertelmeile (etwa
402 m), die im Bereich der Südtribüne beginnt und hinter der
Mercedes-Tribüne endet. |
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